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Premier League: Was ist das? Einfach erklärt

PremierBlick Redaktion4 Min. Lesezeit

Premier League: Was ist das? Englands höchste Fußballliga einfach erklärt

Die Premier League ist die höchste Spielklasse im englischen Männerfußball. In ihr kämpfen 20 Vereine um die englische Meisterschaft. Jeder Klub bestreitet während einer Saison 38 Ligaspiele. Die Mannschaft auf dem ersten Tabellenplatz wird Meister, während die drei Vereine am Tabellenende in die Championship absteigen.

So weit die schnelle Antwort. Doch hinter der Premier League steckt deutlich mehr als nur eine nationale Fußballliga. Sie ist ein eigenständig organisierter Wettbewerb, eine weltweit bekannte Sportmarke und für viele Fans der Inbegriff des englischen Fußballs.

Wer verstehen möchte, warum Spiele zwischen Liverpool, Arsenal, Manchester United oder Chelsea weltweit verfolgt werden, muss deshalb auch einen Blick auf die Geschichte und die besondere Struktur der Liga werfen.

Premier League: Was ist das genau?

Die Premier League ist die oberste Stufe des englischen Ligasystems. Unter ihr folgt die EFL Championship, danach kommen League One und League Two.

Der vollständige Name lautet schlicht The Premier League. Außerhalb Englands wird häufig auch von der English Premier League oder kurz von der EPL gesprochen.

Die Liga besteht aus 20 Vereinen. Diese spielen jeweils zweimal gegeneinander:

  • einmal im eigenen Stadion,
  • einmal im Stadion des Gegners.

Dadurch kommt jeder Klub auf 38 Saisonspiele. Für einen Sieg gibt es drei Punkte, für ein Unentschieden einen Punkt und für eine Niederlage keinen Punkt. Nach dem letzten Spieltag entscheidet die Tabelle über Meisterschaft, internationale Startplätze und Abstieg.

Die Premier League ist damit kein Pokalwettbewerb mit K.-o.-Spielen. Ein einzelnes verlorenes Spiel bedeutet nicht automatisch das Aus. Entscheidend ist die Leistung über die gesamte Saison.

Was bedeutet der Name „Premier League“?

Der Begriff Premier League wird im Deutschen normalerweise nicht übersetzt. Er wird wie ein Eigenname verwendet.

Sinngemäß lässt er sich als „erste Liga“, „führende Liga“ oder „höchste Spielklasse“ verstehen. Das englische Wort „premier“ bedeutet in diesem Zusammenhang so viel wie führend oder erstklassig. „League“ steht für Liga.

Wer nach der Premier League Übersetzung sucht, meint daher meistens:

Die Premier League ist die höchste professionelle Fußballliga Englands.

Die Bezeichnung darf nicht mit anderen Wettbewerben verwechselt werden. Auch in Schottland, Wales und zahlreichen weiteren Ländern gibt es Ligen, die das Wort „Premier“ im Namen tragen. Mit „der Premier League“ ist im internationalen Fußball jedoch fast immer die englische Liga gemeint.

Premier League in England: Wo steht sie im Ligasystem?

Die Premier League bildet die Spitze der englischen Fußballpyramide. Darunter befindet sich die Championship, die zweite Liga.

Die drei am schlechtesten platzierten Premier-League-Klubs steigen am Saisonende in die Championship ab. Aus der Championship kommen im Gegenzug drei Vereine nach oben: zwei über die direkten Aufstiegsplätze und einer über die Aufstiegs-Play-offs.

Dieses System sorgt dafür, dass die Zusammensetzung der Liga nicht dauerhaft gleich bleibt. Traditionsvereine können absteigen, kleinere Klubs können aufsteigen und sich erstmals mit den größten Mannschaften des Landes messen.

Gerade dieser sportliche Wechsel gehört zum Reiz des englischen Fußballs. Selbst für Vereine ohne realistische Titelchance bleibt die Saison bis zum Ende wichtig. Für manche geht es um die europäischen Plätze, für andere schlicht um den Klassenerhalt.

Premier League Gründung: Warum entstand die Liga?

Die Premier League wurde 1992 gegründet. Ihre erste Saison war die Spielzeit 1992/93.

Vorher hieß die höchste englische Spielklasse Football League First Division. Die führenden Vereine beschlossen jedoch, sich aus der bisherigen Struktur der Football League zu lösen und einen neuen Wettbewerb zu gründen.

Ein wichtiger Hintergrund waren die wachsende Bedeutung des Fernsehens und die Möglichkeit, Medien- und Vermarktungsrechte eigenständiger zu verkaufen. Die neue Liga sollte moderner organisiert und wirtschaftlich stärker vermarktet werden.

Der englische Fußballverband FA hatte die Gründung einer neuen „FA Premier League“ bereits 1991 bestätigt. Im August 1992 begann schließlich die erste Saison.

In den ersten drei Spielzeiten nahmen noch 22 Vereine teil. Vor der Saison 1995/96 wurde das Teilnehmerfeld auf 20 Mannschaften reduziert. Dieses Format ist bis heute der Standard.

Wer waren die Gründungsmitglieder der Premier League?

An der ersten Premier-League-Saison 1992/93 nahmen 22 Vereine teil. Dazu gehörten unter anderem:

  • Manchester United,
  • Liverpool,
  • Arsenal,
  • Chelsea,
  • Everton,
  • Tottenham Hotspur,
  • Manchester City,
  • Aston Villa,
  • Leeds United,
  • Nottingham Forest,
  • Sheffield Wednesday,
  • Queens Park Rangers.

Manchester United gewann die erste Premier-League-Meisterschaft. Trainer der Mannschaft war Alex Ferguson, der den Verein später zur erfolgreichsten Mannschaft der frühen Premier-League-Ära formte.

Nicht jeder große englische Klub gehörte dauerhaft zur Premier League. Vereine wie Nottingham Forest, Leeds United oder Manchester City verbrachten zwischenzeitlich mehrere Jahre außerhalb der höchsten Spielklasse.

Das zeigt, dass historischer Name und sportliche Sicherheit im englischen Fußball nicht dasselbe sind.

Wie funktioniert der Spielmodus?

Das Grundprinzip der Premier League ist einfach:

Jeder der 20 Vereine spielt gegen jeden anderen Klub zweimal. Somit absolviert jede Mannschaft 19 Heim- und 19 Auswärtsspiele.

Insgesamt ergeben sich daraus 380 Spiele pro Saison.

Die Punkteverteilung sieht so aus:

Der Klub mit den meisten Punkten wird englischer Meister.

Bei Punktgleichheit entscheidet zunächst die Tordifferenz. Danach können weitere Kriterien wie die Anzahl der erzielten Tore und der direkte Vergleich relevant werden.

Im Gegensatz zu Wettbewerben wie der Champions League gibt es in der Premier League keine Gruppenphase und kein Finale. Der Meistertitel wird ausschließlich über die Abschlusstabelle vergeben.

Was passiert mit den besten Mannschaften?

Die bestplatzierten Vereine können sich für die europäischen Wettbewerbe der UEFA qualifizieren. Dazu gehören:

  • UEFA Champions League,
  • UEFA Europa League,
  • UEFA Conference League.

Wie viele Startplätze die Premier League in einer Saison erhält und welcher Tabellenplatz für welchen Wettbewerb ausreicht, kann sich durch UEFA-Regeln, nationale Pokalsieger und die Leistungen englischer Vereine in Europa verändern.

Für die Topklubs besteht eine Premier-League-Saison daher meistens aus mehreren Zielen. Neben der Meisterschaft geht es um die Champions-League-Qualifikation, Pokalerfolge und manchmal auch um die Vermeidung einer enttäuschenden Saison.

Wer organisiert die Premier League?

Die Premier League ist nicht einfach nur eine Abteilung des englischen Fußballverbands.

Sie ist als eigenständiges Unternehmen organisiert. Die 20 teilnehmenden Vereine sind Anteilseigner der Liga. Auch die Football Association besitzt eine besondere Beteiligung.

Jeder Mitgliedsverein verfügt grundsätzlich über eine Stimme. Größere Regeländerungen und bedeutende kommerzielle Entscheidungen benötigen die Zustimmung von mindestens zwei Dritteln der Klubs, also mindestens 14 Vereinen.

Nach einem Abstieg gibt ein Verein seinen Anteil an einen neu aufgestiegenen Klub weiter. Dadurch besteht die Premier League als Organisation immer aus den Vereinen, die aktuell im Wettbewerb spielen.

Diese Struktur unterscheidet die Liga von vielen klassisch durch Verbände verwalteten Wettbewerben.

Warum ist die Premier League so beliebt?

Die Beliebtheit der Premier League lässt sich nicht auf einen einzigen Grund reduzieren.

Ein wichtiger Faktor ist die internationale Vermarktung. Spiele werden weltweit übertragen, die Klubs besitzen große Fangemeinden und viele der bekanntesten Spieler und Trainer arbeiten in England. Die Liga selbst bezeichnet sich als weltweit verfolgten Wettbewerb mit besonders großer internationaler Reichweite.

Hinzu kommen mehrere sportliche und kulturelle Faktoren.

Große Traditionsvereine

Klubs wie Liverpool, Manchester United, Arsenal, Chelsea, Everton und Tottenham besitzen eine lange Geschichte. Viele dieser Vereine waren bereits bekannt, bevor die Premier League überhaupt gegründet wurde.

Internationale Stars

Die finanziellen Möglichkeiten der Vereine machen England für Spieler aus aller Welt attraktiv. Dadurch treffen verschiedene Fußballkulturen, taktische Ideen und Spielertypen aufeinander.

Hohe Intensität

Englischer Fußball wird traditionell mit Tempo, Zweikämpfen und einer intensiven Atmosphäre verbunden. Natürlich spielt heute nicht jede Mannschaft denselben Stil. Trotzdem gehören schnelle Umschaltmomente, Pressing und körperliche Duelle weiterhin zum Bild der Liga.

Volle Stadien und starke Rivalitäten

Manchester United gegen Liverpool, Arsenal gegen Tottenham oder Liverpool gegen Everton sind mehr als gewöhnliche Ligaspiele. Solche Rivalitäten sind eng mit Städten, Regionen und der Geschichte der Vereine verbunden.

Unvergessliche Geschichten

Die Premier League lebt nicht nur von Favoriten. Der Meistertitel von Leicester City 2015/16 gilt beispielsweise als eine der größten Überraschungen der modernen Fußballgeschichte. Auch Arsenals ungeschlagene Saison 2003/04 und dramatische Titelentscheidungen gehören zu den prägenden Momenten des Wettbewerbs.

Was ist der Unterschied zwischen Premier League und Championship?

Die Premier League ist die erste, die Championship die zweite englische Liga.

Obwohl ihr Name anders klingt, ist die Championship also nicht die englische Meisterschaft selbst. Sie ist die Spielklasse direkt unterhalb der Premier League.

Zwischen beiden Wettbewerben gibt es jedes Jahr Auf- und Absteiger. Für Championship-Vereine ist der Aufstieg besonders attraktiv, weil die Premier League höhere Einnahmen, größere Medienaufmerksamkeit und Spiele gegen die bekanntesten englischen Klubs bietet.

Sportlich darf die Championship trotzdem nicht unterschätzt werden. Die Saison umfasst mehr Mannschaften und mehr Spieltage als die Premier League. Der Kampf um den Aufstieg gilt als lang und ausgesprochen anspruchsvoll.

Was ist der Unterschied zwischen Premier League und Champions League?

Die Premier League ist ein nationaler Wettbewerb. In ihr spielen englische und gegebenenfalls qualifizierte walisische Vereine um die englische Meisterschaft.

Die Champions League ist dagegen ein europäischer Wettbewerb der UEFA. Dort treten qualifizierte Spitzenvereine aus verschiedenen Ländern gegeneinander an.

Ein Klub kann deshalb in derselben Saison sowohl in der Premier League als auch in der Champions League spielen.

Einfach gesagt:

  • Premier League: englische Liga,
  • Champions League: europäischer Klubwettbewerb.

Ist die Premier League dasselbe wie der FA Cup?

Nein. Der FA Cup ist ein Pokalwettbewerb.

In der Premier League sammeln die Mannschaften über eine komplette Saison Punkte. Im FA Cup werden die Teilnehmer dagegen schrittweise in K.-o.-Runden ausgeschieden.

Außerdem dürfen am FA Cup nicht nur Premier-League-Klubs teilnehmen. Auch Vereine aus niedrigeren englischen Ligen können antreten. Genau deshalb kommt es dort regelmäßig zu Spielen zwischen Profiklubs und deutlich kleineren Mannschaften.

Häufig gestellte Fragen zur Premier League

Was ist die Premier League einfach erklärt?

Die Premier League ist die höchste englische Fußballliga. In ihr spielen 20 Vereine um die Meisterschaft. Jeder Klub absolviert 38 Saisonspiele.

Wann wurde die Premier League gegründet?

Die Premier League wurde 1992 gegründet. Die erste Spielzeit war die Saison 1992/93.

Wie viele Vereine spielen in der Premier League?

Seit der Saison 1995/96 besteht die Premier League aus 20 Vereinen.

Wie viele Spiele hat eine Premier-League-Mannschaft?

Jede Mannschaft bestreitet 38 Ligaspiele: 19 zu Hause und 19 auswärts.

Wie viele Mannschaften steigen ab?

Am Ende einer Saison steigen die letzten drei Vereine in die EFL Championship ab.

Was bedeutet Premier League auf Deutsch?

Sinngemäß bedeutet der Name „höchste Liga“ oder „führende Liga“. Im Deutschen wird der offizielle Name Premier League normalerweise nicht übersetzt.

Ist die Premier League nur für englische Vereine?

Die Liga gehört zum englischen Ligasystem. In der Vergangenheit nahmen mit Swansea City und Cardiff City allerdings auch walisische Vereine teil, weil sie Teil des englischen Ligabetriebs sind.

Fazit: Was ist die Premier League?

Die Premier League ist die höchste Spielklasse des englischen Männerfußballs. Sie wurde 1992 gegründet und ersetzte die frühere First Division an der Spitze des Ligasystems.

Heute spielen 20 Vereine in einer Hin- und Rückrunde um die englische Meisterschaft. Jeder Klub bestreitet 38 Partien, während die letzten drei Mannschaften in die Championship absteigen.

Ihre internationale Bekanntheit verdankt die Liga nicht allein hohen Einnahmen oder berühmten Spielern. Ebenso wichtig sind ihre Traditionsvereine, Rivalitäten, vollen Stadien und die Geschichten, die sich über eine lange Saison entwickeln.

Damit ist die Premier League zugleich englischer Fußballwettbewerb, globale Sportmarke und für Millionen Fans eine Liga, bei der nahezu jedes Wochenende etwas Unerwartetes passieren kann.